Anzeichen für eine Legasthenie/ Dyskalkulie

  • Nach 6 Monaten Schule kann das Kind unbekannte (kurze) Wörter aus bereits bekannten Buchstaben noch nicht zusammenhängend lesen und verstehen, ohne dass sie ihm zuvor vorgelesen wurden.
  • Es kann zu Bildern noch nicht die passenden Wörter nach Lautvorstellung schreiben.
  • Das Kind kann sich die Gestalt einzelner Buchstaben und die dazugehörigen Laute nicht merken.
  • Das Kind hat Schwierigkeiten, sich Reihenfolgen zu merken, z.B. der Wochentage oder der Monate.
  • Das Kind kann einzelne Laute aus einem Wort nicht heraushören, z.B. das "S" oder das "n" in "Sonne".
  • Es kann manche Laute beim Hören nicht auseinanderhalten, z.B. g/k, b/p, w/f, a/o, i/ü, m/n).
  • Es kann einen vorgesprochenen Satz / eine Gedichtzeile nicht exakt wiederholen.
  • Es erkennt Reim und Rhythmus eines Gedichts /Liedes nicht.
  • Es kann den Inhalt eines Textes, den es gelesen hat, nicht wiedergeben.
  • Es macht sehr viele Rechtschreibfehler im Diktat (gilt nicht unbedingt für geübte Diktate)
  • Es macht auch beim Abschreiben ungewöhnlich viele Fehler.
  • In Aufsätzen sind Anfang und Ende von Sätzen nicht erkennbar. Manchmal fehlen wichtige Satzteile.
  • Das Kind hat Schwierigkeiten, Dinge auf Anhieb richtig zu benennen, selbst wenn es um längst bekannte Dinge geht.
  • Das Kind kann noch im Schulalter mit Begriffen wie größer/ kleiner, mehr/ weniger, früher/ später kaum etwas anfangen.
  • Es hat lange Zeit Probleme, mit Zahlen größer als 10 zu rechnen und kann beim Rechnen auf seine Finger (oder andere Zählhilfen) nicht verzichten.
  • Legasthene oder rechenschwache Kinder haben oft auch Probleme mit der Raum-Lage-Wahrnehmung (Unterscheidung von rechts und links, oben und unten), mit der Grobmotorik (Balancieren, Roller- oder Radfahren) oder mit der Feinmotorik (Schleife binden, Malen, Basteln).
  • Kinder, die sehr spät sprechen gelernt haben oder als Kleinkinder häufig Mittelohrentzündung hatten, bekommen statistisch gesehen häufiger eine Lese-Rechtschreibstörung als andere.
  • Da die Anlage zur Legasthenie/ Dyskalkulie vererbt werden kann, sollten Sie aufmerksam werden, wenn bereits mehrere Familienmitglieder sehr schwer lesen oder schreiben gelernt haben.

Keins von diesen Anzeichen ist für sich ein Nachweis einer Legasthenie oder Dyskalkulie. Ebensowenig bedeutet das Fehlen eines Symptoms, dass keine Teilleistungsstörung vorliegt.

 
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